Plakettenvernissage

Sonntag, 06. Januar 2019

Seeplatz

 

Bericht 2018: Fasnächtler thematisieren den Schiffsfünfliber

Quelle: Zürichsee-Zeitung Bezirk Horgen Montag, 8. Januar 2018 Text Carole Bolliger Foto Michael Trost

Am Samstagabend hat die nfg - Neue Fasnachtsgesellschaft Wädenswil die diesjährige Plakette enthüllt. Neben den geplanten Hochhäusern stand auch die Eingemeindung zur Auswahl. Gewonnen hat der Schiffsfünfliber.

Die Enthüllung der Fasnachtsplakette ist jeweils ein wichtiger Punkt für die nfg. Heuer fand sie diesen Samstagabend auf dem Seeplatz statt. Der Anlass war gut besucht. Über 150 Frauen, Männer und Kinder versammelten sich. Unter den Gästen waren auch Stadträte und Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). Das Plakettenteam, welches das Plakettensujet jeweils wählt und ausarbeitet, hat sich ins Zeug gelegt. Diverse Themen seien diskutiert und wieder verworfen worden.

In die nähere Auswahl, aber nicht auf die Plakette, hatten es die Eingemeindung oder die Sommerbaustelle an der Zugerstrasse geschafft. Für Applaus und Buhrufe sorgten die verschwindenden Blumenrabatten, die mit diesem Reim thematisiert wurden: «Zum d’Stadtkasse saniäre tüends Bluemerabatte verbetoniäre.» Gespannt warteten die Fasnächtler und Besucher auf den Gewinner.

Zwei Wüelmüüs der nfg enthüllten die diesjährige Plakette. Darauf zu sehen sind ein Fünfliber und ein Clown, der als Kapitän das Schiff steuert, und darauf steht: «En Schnägg ispare, nüme Schiffli fare.» Damit thematisieren die Fasnächtler den viel umstrittenen Schiffsfünfliber, der im vergangenen Jahr für viel Gesprächs- und Diskussionsstoff sorgte. Die Anwesenden freuten sich über das Sujet und applaudierten lautstark.

Stadtrat Jonas Erni, «Fastverhinderer des Schiffsfünflibers», wie ihn Christoph Lehmann, Präsident der NFGW, bezeichnete, nahm dann auch die grosse Plakette entgegen. Lehmann sprach ihm im Namen aller seinen Dank für das Engagement aus, das er zeigte, um den «Schnägg» zu verhindern. Erni wiederum versprach, dass in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Er freute sich über das kreative Sujet und meinte, er würde die Plakette in den Kantonsrat mitnehmen und dort gut sichtbar beim Eingang platzieren. Dafür bekam er nicht nur viele Lacher, sondern auch grossen Applaus. Strassensperre als Premiere Eine erfreuliche Nachricht konnte der Stadtrat ausserdem noch verkünden. Zusammen mit der NFGW und der Kantonspolizei Zürich habe der Stadtrat eine Lösung gefunden, damit die Zugerstrasse am Fasnachtssamstag gesperrt werden könne. Dies sei erst mal einmalig. «Wir müssen uns so verhalten, dass wir sie auch im Jahr 2019 sperren können», forderte Lehmann auf.